Wut, Ohnmacht, Mitleid

Hätte Bildung dies verhindern können?

Die Ereignisse rund um die Einbrüche an unserer Schule haben nicht nur uns Lehrkräfte beschäftigt. Kinder, Eltern, pädagogisches Personal und viele mehr boten Hilfe an, zeigten Mitgefühl und waren alle miteinander sprachlos, anlässlich der unbändigen Wut, mit dem die Vandalen die Räume unserer Schule verwüstet haben.

Noch immer sind Reparaturen und Wiederbeschaffungsmaßnahmen notwendig und wir stellen uns die Frage, ob eine bessere Bildung diese Taten hätte verhindern können. Worin liegt die unbändige Wut begründet, die Menschen zu solchen Taten veranlasst?

Bereits vor zehn Jahren hat die Bertelsmann-Stiftung in einer Studie herausgestellt, dass mehr als 300.00 Diebstähle hätten verhindert werden können, wenn man im Jahr 2009 erreicht hätte, die unzureichende Bildung um die Hälfte zu reduzieren.

Eigentlich müssen wir Mitleid mit den Tätern haben, denn wie unausgefüllt muss ihr Leben sein, wenn eine derartige Tat sie befriedigt? Bildung ist der Schlüssel! Und das sehen wir nicht nur deshalb so, weil wir glauben, dass die Studie recht hat, sondern weil wir uns wünschen, dass neben einer Verringerung der Verrohung, Gewalt und Kriminalität vielmehr in den Vordergrund rückt, dass eine bessere Bildung Menschen dazu befähigt, glücklicher zu sein.

Wir wünschen uns glückliche Kinder an unserer Schule und geben unser Bestes. Wir wissen, dass dies nicht ausreicht und dass uns Grenzen gesetzt sind, die wir alleine nicht überwinden können.

Deshalb ziehe ich neuen Mut aus dieser Tat und arbeite gemeinsam mit Kolleg*innen, Politik, Schulverwaltung und unserem Schuldezernenten jetzt erst recht daran, das Ungleiche ungleicher zu behandeln, das heißt, dass wir weiter dafür kämpfen, dass die, die mehr Hilfe und Unterstützung brauchen sie auch bekommen sollen.

Bildung ist eine gemeinschaftliche Aufgabe und die geht alle etwas an, also packen wir es gemeinsam an; jeder kann und sollte etwas dafür tun.

Für mehr Bildung – für mehr glückliche Kinder!


Miniphänomenta erleben am 13.12.2019

Frei zugängliche Experimente stehen seit Anfang Dezember überall im Schulgebäude, die die Kinder zum Forschen, Experimentieren und kooperieren anregen sollen. Ihre Ideen, Vermutungen und Erkenntnisse halten alle 203 Kinder jeweils auf ihrem eigenen Lernniveau in einer Forschermappe fest. Die besten Mappen der einzelnen Jahrgänge werden prämiert und die Verfasser*innen erhalten eine kleine Überraschung als Lohn für die tolle Arbeit.

All das kann am 13.12.2019 von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr live erlebt werden. Haben Sie Interesse an unserem Schulleben, schulen Sie vielleicht im kommenden Jahr Ihr Kind bei uns ein, dann seien Sie herzlich Willkommen am Freitag ein bisschen Schulluft zu schnuppern. Unser Förderverein sorgt mit tatkräftiger Elternunterstützung für das leibliche Wohl. Seien Sie neugierig, forschen Sie mit – wir freuen uns auf Ihren Besuch!